DREAMS.......

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Mittwoch, 16. Dezember 2015

... auf zu neuen Ufern!_

Viele Menschen machen Plaene fuer's neue Jahr. Manchmal gehoere auch ich dazu, sich etwas fuer's kommende Jahr vorzunehmen. Meistens aendert man ja nichts wirklich, aber bei mir wird es naechstes Jahr eine wesentliche Aenderung geben. 
Es sollte eigentlich diesen Monat schon passieren, aber die Umstaende lassen mich noch warten. 
Die Vorbereitungen sind getan und nun heisst es (leider) noch etwas warten. 
Ich werde definitiv im neuen Jahr schnellst moeglich die "best fleets to drive for" verlassen.
Dieses Vorhaben steht im neuen Jahr an erster Stelle.
Nach nun kapp 8 Jahren und fast 10 Monaten wird (muss) es eine Veraenderung geben.
Nicht wegen der Zeit, die ich bis jetzt fuer die Firma gearbeitet habe, nein, aber ich verstehe, wenn mein dispatcher mir verstaendlich machen will, dass ich nicht mehr gebraucht werde.... naja, ich bin vielleicht zu teuer. Und neue Fahrer aus der Fahrschule, die fuer die ersten zwei Jahre fuer 5 ct/ml weniger fahren sind natuerlich sehr viel billiger. Natuerlich bekommen sie die Differenz... aber nur wenn sie zwei Jahre in der Firma durchhalten und zwei Jahre sind eine lange Zeit. Vorallem, wenn man bei der Bezahlung weit unter dem canadischen Durchschnitt faehrt, da moechte man doch lieber den besagten "Spatz in der Hand" statt die "Taube auf dem Dach"... auch wenn's den "Spatz" nach zwei Jahren (vielleicht) doch gibt. 
Ich kenne diese Entwicklung und wer schon laenger in Europa faehrt , der weiss von was ich schreibe. Nur ist das nicht der allgemeine Trend in Nordamerika, dazu ist der Fahrermangel hier einfach zu dramatisch. Die Firmen in USA haben das schon bemerkt und die Loehne bis zu 15% und auch mehr im letzten Jahr angehoben. Dazu werden z.T. noch Wartezeiten von der ersten Stunde bezahlt und wenn man wegen Wetterbedingungen stehen bleiben muss wird z.T. auch bezahlt.
Unsere Firma schreibt sich ganz gross das "right to deside" auf die Fahne und bei jedem wetterbedingtem Unfall wird dem Fahrer vorgeworfen das er nicht von diesem "Recht" Gebrauch gemacht hat. Vielleicht sollte sich das Management mal Gedanken darueber machen, dass ein Fahrer auch Rechnungen zu bezahlen hat und dazu muessen sich eben die Raeder drehen... sonst kein Geld. Und vom "guter Mensch" sein hat noch niemand Sprit an der Tankstelle bekommen, oder die Miete , oder die Rate vom Haus wurde davon bezahlt. Natuerlich weiss man das ja nicht, wenn man morgens 08:00 ins warme Buero kommt und um 17:00 wieder heimgeht und auch noch die Raucherpausen bezahlt bekommt. 
Und dieses "Recht" hatte ich schon immer, denn nur ICH selbst kann entscheiden, ob ich die Verantwortung tragen will bei widrigen Bedingungen zu fahren.
Aber das ist nicht der Punkt. 
Der Hauptgrund fuer einen Wechsel liegt einfach beim Geld. Das ist der Hauptgrund, warum ich heute diesen Job mache. 
Im Vergleich zum letzten Jahr fehlen mir bei den Long Haul Meilen, knapp CAD 3 300.- . Wenn ich das Geld fuer's Training noch dazurechne fehlen von Januar bis zum Anfang Dezember insgesamt CAD 8000.- im Vergleich zu 2014. 
Und das obwohl die Preise seit ueber einem Jahr in USA um 30% !!!! gestiegen sind . 
Selbst im Rezessionsjahr 2009 hatte ich keinen solchen Lohneinbruch. 
Fuer mich ist das nicht akzeptabel und es ist mir eigentlich egal, ob die Auftragslage sich verschlechtert hat und wenn die Firma jede Woche ca. 30 neue Leute einstellt und mein Truck, wenn ich zurueck komme gleich von einem anderen Fahrer benutzt wird, kann ja die Auftragslage nicht sooo schlecht sein. 
Ich bekam im Maerz einen neuen Fleetmanager. Bei seiner Vorstellung war seine erste Frage, was er denn fuer mich tun koenne um meine Meilen und meine Bezahlung zu verbessern. Meine Antwort war: "Nichts, ich bin mit meinen Meilen zufrieden und auch mit meiner Bezahlung" .... er hat geaendert ... auf Anweisung , oder in Eigenregie ist mir auch egal. Es hat sich zum negativen geaendert und das ist fuer mich massgebend.
Auch Reden hat nichts genutzt, hab das mehrmals versucht, aber wenn's ihn nicht interessiert.
Nun ich habe die Wahl, entweder aendert die Firma etwas, oder ich aendere etwas. Und nun bin ich eben gefragt und ich werde etwas aendern!
Normalerweise wird man so nach 6 Monaten nach der Kuendigung von der Firma angerufen... es wird dann einem ein wenig Honig ums Maul geschmiert, dass man wieder zurueck kommt. Jaaa man darf dann auch seine Safetymeilen behalten und es ist dann ja alles viel besser.... waere es nicht besser, Fahrer zu BEHALTEN, statt sie zurueck zu holen. Naja, bei manchen funktioniert diese "Honigmethode" ... bei mir garantiert NICHT. Wenn ich weg bin, bin ich weg!!! Ein zurueck gibts nicht mehr !!!
Ich wollte eigentlich ja nichts negatives mehr schreiben, aber manchmal laesst es sich einfach nicht vermeiden ! 
Naja, wie die Ueberschrift schon sagt.... "auf zu neuen Ufern" die Zukunft hat man in der Hand, die Vergangenheit laesst sich nicht mehr aendern. Also heisst es nach vorne schauen... hinten ist Vergangenheit!!!

bis die Tage... :-)
 

Kommentare:

  1. Take it, change it or leave it... ist auch mein Motto. Alles Gute für Deine berufliche und natürlich auch für die private Zukunft. Schöne Feiertage und einen herzlichen Gruß aus dem Black Forest.

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    1. DANKE Sonja fuer deine Wuensche und den Kommentar. Ich sage immer "wenn man etwas aendern will, muss man es selbst tun" :-) Es ist eben ein bischen Geduld gefragt... ich denke es lohnt sich.
      Auch Euch schoene Weihnachten und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr und Viel Erfolg weiterhin !!!

      Gruessle aus den verschneiten Suedbusch, Holger

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  2. Interessanter Bericht und sehr verständlich das DU die Konsequenzen ziehst. Dann wünsche ich doch für die Zukunft alles gute und mögen deine Wünsche fürs neue Jahr in Erfüllung gehen.

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    1. DANKE Mac-Urs fuer Deien Wuensche und den Kommentar!!!
      Eigentlih wollte ich dort bis zu meiner Rente arbeiten... ist ja nicht mehr soooo lange. Leider soll es nicht sein.
      Schoene Weihnachten und einen Guten Rutsch ins neue Jahr!!!

      Gruessle aus dem verschneiten Manitoba, Holger

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