Eigentlich wollte ich keine negativen Details ueber meinen ehemaligen Arbeitgeber Bison in Winnipeg verlieren. Aber es hat sich einiges ergeben, dass mir sehr zu denken gibt. Eigentlich denke ich in einem Land zu leben, in dem das Wort Freiheit noch sehr grosse Bedeutung hat... ich bin immer noch dieser Meinung. Aber anscheinend hoert diese Freiheit da auf wo die Hoerigkeit zum Arbeitgeber beginnt. Hoerigkeit deswegen, weil es doch tatsaechlich Menschen in dieser Firma gibt, die Angst vor Repressalien durch die Firma haben wenn sie Verbindung zu bestimmten Personen aufrecht erhalten.
Ich wurde von Einigen ehemaligen Kollegen und Kolleginnen von der privaten Facebookseite geworfen, seit ich die Firma verlassen habe.
Mir eigentlich egal, denn keiner muss auf meiner Facebookseite sein. Aber fuer mich ist es Kindergarten, wenn man das vom Arbeitgeber abhaengig macht !
Kindergarten, ja die Firma ist ein grosser Kindergarten !!!
Es gab mal ganz andere Seiten bei dieser Firma. Der Fahrer war etwas wert und man wusste die Leistung der Fahrer zu schaetzen.
Meiner Meinung war Bison ein grosses Beispiel, dass auch bei einer grossen Firma das Klima und der Umgang sehr familiaer sein kann. Es war jeder in der Firma bemueht menschlichen Umgang miteinander zu pflegen. Ich habe mich viele Jahre dort sehr wohl gefuehlt und keiner der Immigranten musste sich als "Auslaender" fuehlen. Im Gegenteil es wurde von Kollegen meistens sehr grosses Interesse an den Fahrern aus Europa gezeigt. Auch von den Vorgesetzten wurde man immer akzeptiert.
Auch wurden bei privaten Problemen immer geholfen, die Familie wurde von der Firma immer als wichtigster Punkt angesehen.
Es gab viele Fahrer, die gerne auch zeigten, dass sie fuer Bison unterwegs waren auch ich gehoerte dazu.
Ich habe mich immer mit der Firma identifiziert und um meine Erfahrungen auf der Strasse und natuerlich mit Bison , mit anderen Menschen zu teilen habe ich meinen Ausbilderjob auch immer sehr gerne getan. Das ich meine Ausbildertaetigkeit richtig gemacht hatte, haben mir sehr viele Trainees persoenlich gesagt. Ich bekam sogar Dankschreiben... ein Kollege hatte mir in mein Buch geschrieben, in dem ich immer meine Arbeit aufschrieb, dass er mein Training sehr gut fand und auch die Zeit mit mir geniessen konnte. Ich weiss nicht , wieviele Fahrer mit mir unterwegs waren... 50 , 100 , ja fast 8 Jahre ist eine lange Zeit und einige meiner Trainees sind noch mit mir in Kontakt.
Wer mich schon laenger kennt und auch in verschiedenen Foren unterwegs war, der weiss, dass ich diese Firma auch immer verteitigt habe. Ich war einfach ueberzeugt, dass ich in der richtigen Firma bin/war . Eigentlich sollte das mein letzter Arbeitgeber in meinem Arbeitsleben sein...
Leider aendern sich nicht nur die Zeiten, auch die Firmenpolitik kann sich veraendern.... leider in den seltensten Faellen zum Vorteil. Und hier ging es von extrem gut, voellig in die andere Richtung... man kann ruhig sagen extrem schlecht.
Mal ein bischen aus dem Naehkaestchen. Ein paar Slogans, die sich die Firma auf die Fahnen schreibt und die Realitaet .
"Safest fleet in Northamerica"
Dieses hochtrabende Praedikat , ist wie bei den Boxweltmeistern, da gibt auch drei davon.
Auch safest fleet ist nur in einem Verein, und hat nichts mit irgend einer Regierungsinstitution zu tun. Man bezahlt seinen Beitrag und macht ein paar Dinge, die der Verein fordert und schon hat man die Auszeichnung.
Fakt: Unter safe verstehe ich hoechsten Standard in der Sicherheitsausruestung von Fahrzeugen. Da ist nicht nur der Airbag gemeint. Und ein Abstandsregelsystem, dass eigentlich eine Hilfe fuer den Fahrer sein sollte, aber nur zur Ueberwachung des Fahrers missbraucht wird. Dafuer nimmt man sogar gefaehrliche Fehlfunktionen des Systems in Kauf... wie Vollbremsungen bei Bruecken, oder bei stoppenden Fahrzeugen auf der Abbiegespur...
Und gerade bei den Bremsen geht man nur Kompromisse ein. Nicht ein neuer Trailer ist mit Scheibenbremsen ausgeruestet... Trucks kommen z.T. nur mit Scheibenbremsen vorne. Ja auch in Nordamerika faehrt man schon seit Jahren mit Scheibenbremsen auf Truck UND Trailer .... nur the "safest fleet' hat da noch Ausreden... wie " wir haben ja die 7 sek. Regel. Ja klar, die funktioniert bestimmt immer ... am Schreibtisch und in den Koepfen einiger Manager.
Der naechste Punkt Sicherheit, Reifen. Die einzige Anforderung : schwarz , rund und muessen bis zum Boden reichen. Marke, Profil sch... egal, billig muss es sein. So kann es passieren, dass man auf einem Trailer bis zu 6 verschiedene Reifenarten hat.
nochmal Bremsen. Fahrer werden angehalten den Weg der Gestaengesteller der Trommelbremsen zu messen.(Part des gesetzlich vorgeschriebenen Pretrips) Ist der zu gross, soll nachgestellt werden.... und das bei AUTOMATISCHEN Gestaengestellern. Keine Werkstatt macht das, ausser fuer einen Transfer in eine Werkstatt... Bisonfahrer sollen die nachstellen. Safe? Auf gar keine Fall, stellt ein automatischer Gestaengesteller nicht mehr nach ist er defekt und muss gewechselt, oder repariert werden...
Die Werkstatt , als "outstanding maintenance" hochgelobt , tut ein uebriges um die Sicherheit zu gewaehrleisten. Es kommt schon Mal vor, dass ein Truck ohne Stossdaempfer losfahren soll.
Bremsbelaege am Trailer werden nicht achsweise, sondern Radweise gewechselt.
Ich wurde ein ganzes Jahr mit defekten Bremsen auf die Strasse geschickt. Ganz neuer Truck 73km , aber beim bremsen vibrierte das Lenkrad. Reklamationen ohne Ende... es wurde zigmal ausgewuchtet und was weiss ich noch alles "versucht" . Probefahrten der Mechaniker ergaben, dass das o.k. war.
Als im letzten Winter bei einer leichten Bremsung das rechte Vorderrad blockierte, wurde ueber das Ueberwachungssystem eine Meldung an Bison -Safety uebermittelt. Das geschah in knapp 40 Minuten genau 5 Mal. Eine Message von Dispatch, dass ich meine Fahrweise ueberdenken sollte war das Ergebnis.... aha, klar 8 Jahre nichts und dann 5 Events in knapp 40 Minuten... da koennten eigentlich nur Drogen ,Alkohol oder ein Defekt am Fahrzeug de Ursache sein.
Ergebnis war, das man nach meiner Rueckkehr schnell die Trommeln wechselte (hatte ich schon vor einem Jahr gesagt... dummer Fahrer weiss doch nix) und dabei feststellte, dass zwei Bremsbelaege gebrochen waren... das nur mal so zu "safest fleet" ... koennte noch einiges mehr schreiben.
"right to deside" . Deutsch "das Recht zu entscheiden" ob man faehrt , oder stehenbleibt. Dieses "Recht" hatte ich schon immer... besser gesagt, es ist die Pflicht eines jeden Verantwortungsbewussten Fahrers zu entscheiden, wann er faehrt oder stehenbleibt. Das haengt nicht nur vom Wetter , sondern auch von der koerperlichen Verfassung ab.
Ja, richtig, kein Disponent von Bison darf einen Fahrer zwingen weiterzufahren...
Hier wird dieses Recht aber dafuer missbraucht, dem Fahrer in den Arsch zu treten. Denn wird man in einen Unfall verwickelt, kommt als erstes das "right to deside" zum tragen. Das Recht wird nur akzeptiert, wenn der Fahrer die RICHTIGE Entscheidung getroffen hat... ob seine Entscheidung falsch war, weiss man ja leider immer erst wenn es zu spaet ist, diese Entscheidung wird NICHT getragen... und was hat das nun mit einem "Recht" zu tun?
"best fleets to drive for" ... das ist fuer mich die groesste Verhoehnung die es gibt.
Eine Firma, die erwartet dass der Fahrer kostenlos seine Arbeit zur Verfuegung stellt. Ja, eine Wartezeit von bis zu 4hrs ist in einer Verguetung von CAD 30.- enthalten, die fuer einen Liveload/unload bezahlt werden... natuerlich wird nichts abgezogen,wenn's mal schneller geht... wie oft passiert das?
Ich hatte eine Wartezeit von ueber 3hrs an der Grenze, weil Kunde keine Rechnungen zum Broker gefaxt hatte... bezahlt wurde nix.... ich bekomme ja CAD 8.- fuer den Grenzuebertritt... und 4 hrs Wartezeit waeren da inclusive.
Ich durfte einen Trailer uebernehmen. bei dem lief das Fett aus der Bremstrommel. Ich tat dem shop einen Gefallen und hab den Trailer zu einer Werkstatt gefahren. Dort 4 1/2 hrs auf den Trailer gewartet... 2 1/2 Stunde wurden bezahlt.... 2hrs mein Privatvergnuegen...
Ich wollte im November an einem Donnerstag losfahren. Leider hatte Dispatch meinen Truck verplant und der kam erst einen Tag spaeter.... Verlust fuer mich an diesem Tag , ca. CAD 200.- Verguetung :NIX!!!
Frueher hatte jede Fleet einen Fleetmanager und zwei Dispatcher, die sich abwechselten. Die Dispatcher kannten die Fahrer mit Namen und jeder kannte von jedem die "Alluerchen".
Heute gibts unpersoenlichen Centraldispatch. Die sitzen ihre Arbeitszeit ab und arbeiten Probleme nach Liste ab... wenn Feierabend ist, macht die Nachtschicht weiter.... es gibt bei Dispatch vielleicht noch drei Leute die Durchblick haben, der Rest ab in die Tonne.
Wenn das "best fleet" ist, moechte ich "worst" nicht kennenlernen.
Dazu benutzt man heute wie in Europa "Billigfahrer" . Neue Fahrer aus der Fahrschule, bekommen sehr viel weniger Geld pro Meile, als ein aelterer Fahrer. Die Differenz wird auf ein Konto bezahlt und der Fahrer erhaelt die Differenz erst nach zwei Jahren... ohne Zinsen natuerlich... und man muss erst Mal zwei Jahre durchhalten.
Training: Mir ging es in letzter Zeit immer schwieriger von der Hand mein Training gewissenhaft durchzufuehren. Die neuen Fahrer lernen in der Orientation, be Problemen einfach Message schicken. Haben wir gemacht... Antwort : keine, oder erst nach mehreren Stunden... wie soll ich einem neuen Fahrer erklaeren, was er tun soll?
Dazu wurde das Training mit Neuen Fahrern aus der Fahrschule mindestens 10 Wochen durchgefuehrt. Heute sind es hoechstens 5 Wochen und der Fahrer wird losgelassen...
Ueber Loyalitaet moechte ich gar nicht schreiben. Loyalitaet wird von den Arbeitnehmern natuerlich erwartet. Beim Management kennt man dieses Wort nicht.
Bison war frueher eine wirklich gute Firma. Heute ist es nur noch eine Management Selbstbefriedigungs Maschine. Es ist alles nur noch Fassade... innen ist es total verfault
Es geht um Awards nicht um den Transport von Guetern. Man lobt sich selbst in den Himmel und weiss gar nicht auf welchem niedrigen Level man wirklich steht... und welchen Ruf man auf der Strasse wirklich hat.
Es gibt dort sehr viele gute Mitarbeiter, die aber dem System folgen, oder gehen muessen!!!
Man koennte jetzt sagen, ich wuerde die Firma schlechtmachen.... nein ich mache sie nicht schlecht, sie ist es!!!
Der Grund fuer diese Gedanken. Ich habe am 15. Januar die Firma verlassen...bis heute war man nicht in der Lage mir 3 Resets aus dem letzten Jahr ... insgesamt CAD 150.- Brutto an mich zu bezahlen. Trotz e-Mail und Anruf!!!
... armseelig... best fleets ....
Nein, ich komme nicht mehr zurueck !!!
Diesen Bericht zu schreiben hat mich die groesste Ueberwindung gekostet. Aber dass man mir CAD 150.- vorenthalten will, it fuer mich mehr als bodenlose Frechheit!!!
... der naechste Bericht ist schon so gut wie in Arbeit und der hat garantiert wieder positiven Charakter! :-)
Kein Tagebuch ueber meine Touren , einfach was ich im /ueber unsere "Neue Heimat" fuehle und denke . Auch Erlebnisse mit der Familie und vom taeglichen Leben ... aber nicht nur Highlights , sondern : Leben !!! Es MUSS hier nicht gelesen werden , sondern KANN. Und ich freue mich ueber jeden Kommentar .... auch Kritik !
DREAMS.......
Mittwoch, 27. April 2016
Dienstag, 29. März 2016
.... arme Rueckwanderer (Fortsetzung)
Einige Kommentare haben mich nach langer Ueberlegung zu dem Entschluss gebracht, nochmal etwas zu diesem Thema zu schreiben.
Ein Kommentarschreiber hat sich wohl persoenlich angegriffen gefuehlt und gemeint, das wuerde mich nichts angehen.
Mir persoenlich ist es ganz egal, wenn sich jemand wieder auf den Rueckweg macht. Nur wenn man dafuer die Canadier, die Firmen hier oder sogar das Wetter verantwortlich macht das muss jeder selbst mich sich ausmachen.
Wenn man hier aber "altlasten" zuruecklaesst und dazu vielleicht auch noch einen schlechten Ruf ueber die Landsleute, dann moechte mich das schon etwas angehen. Vorallem wenn dann ein Canadier mir erzaehlt, dass er mit "Immigrants from Germany" nichts mehr zu tun haben moechte, das aergert mich dann schon. Denn ich bin immer noch "Immigrant from Germany" und es betrifft auch mich in diesem Fall !!! Oder ich fuehle mich dadurch angesprochen !
Denn man spricht von DEN ImmigrantEN und nicht von DEM Immigrant. Also ist damit jeder gemeint... und man muss davon ausgehen, dass derjenige (vielleicht hilfsbereite) Canadier nichts mehr tut, wenn es um Immigranten geht... und vorallem dass der auch mit seinen Freunden und Bekannte ueber seine Erfahrung spricht.... und schon ist der Ruf komplett versaut.
Man sollte auf keinen Fall die "Schuld" des Rueckgangs dem Land, oder den Leuten anlasten, sondern nur sich selbst !!!
Uebrigens haben sich meine Gedanken nicht wegen Aktueller Ereignisse ergeben, sondern wegen zurueckliegender Berichte in angeblich "serioesen" Tageszeitungen in Deutschland...naja, ich hatte diese Zeitungen bis zu dem Bericht fuer serioes gehalten.... das hat sich jetzt auch erledigt.
Es ging dabei um Rueckwanderer, der zum Einen auch nach 8 Jahren noch nicht in der Lage war , seinen Status zu aendern und dann eben nach Aenderungen im Immigrationsgesetz keine Verlaengerung der Arbeitsgenehmigung mehr bekam .... Natuerlich war lt. Zeitungsbericht der boese canadische Staat schuldig !
Der zweite Bericht ueber eine Familie, die hier drei Provinzen abgeklappert haben und einfach wohl etwas gesucht haben, was alle suchen.... nur die meisten haben eben realisiert, das es das Paradies nun mal auf der Erde nicht zu finden ist. Da kam dann der Satz, dass ein Truckdriver in Canada nicht soviel Geld verdienen kann um eine Familie zu ernaehren.... aha... ich kenne ein paar, die haben trotz Kinder ein Wunschauto und sind sogar stolze Hausbesitzer ... und das als Truckdriver. Da ist wohl der Verdienst als LKW-Fahrer in Deuschland eher ein Taschengeld.... fuer die meisten jedenfalls !
Dann mal bis die Tage :-)
Ein Kommentarschreiber hat sich wohl persoenlich angegriffen gefuehlt und gemeint, das wuerde mich nichts angehen.
Mir persoenlich ist es ganz egal, wenn sich jemand wieder auf den Rueckweg macht. Nur wenn man dafuer die Canadier, die Firmen hier oder sogar das Wetter verantwortlich macht das muss jeder selbst mich sich ausmachen.
Wenn man hier aber "altlasten" zuruecklaesst und dazu vielleicht auch noch einen schlechten Ruf ueber die Landsleute, dann moechte mich das schon etwas angehen. Vorallem wenn dann ein Canadier mir erzaehlt, dass er mit "Immigrants from Germany" nichts mehr zu tun haben moechte, das aergert mich dann schon. Denn ich bin immer noch "Immigrant from Germany" und es betrifft auch mich in diesem Fall !!! Oder ich fuehle mich dadurch angesprochen !
Denn man spricht von DEN ImmigrantEN und nicht von DEM Immigrant. Also ist damit jeder gemeint... und man muss davon ausgehen, dass derjenige (vielleicht hilfsbereite) Canadier nichts mehr tut, wenn es um Immigranten geht... und vorallem dass der auch mit seinen Freunden und Bekannte ueber seine Erfahrung spricht.... und schon ist der Ruf komplett versaut.
Man sollte auf keinen Fall die "Schuld" des Rueckgangs dem Land, oder den Leuten anlasten, sondern nur sich selbst !!!
Uebrigens haben sich meine Gedanken nicht wegen Aktueller Ereignisse ergeben, sondern wegen zurueckliegender Berichte in angeblich "serioesen" Tageszeitungen in Deutschland...naja, ich hatte diese Zeitungen bis zu dem Bericht fuer serioes gehalten.... das hat sich jetzt auch erledigt.
Es ging dabei um Rueckwanderer, der zum Einen auch nach 8 Jahren noch nicht in der Lage war , seinen Status zu aendern und dann eben nach Aenderungen im Immigrationsgesetz keine Verlaengerung der Arbeitsgenehmigung mehr bekam .... Natuerlich war lt. Zeitungsbericht der boese canadische Staat schuldig !
Der zweite Bericht ueber eine Familie, die hier drei Provinzen abgeklappert haben und einfach wohl etwas gesucht haben, was alle suchen.... nur die meisten haben eben realisiert, das es das Paradies nun mal auf der Erde nicht zu finden ist. Da kam dann der Satz, dass ein Truckdriver in Canada nicht soviel Geld verdienen kann um eine Familie zu ernaehren.... aha... ich kenne ein paar, die haben trotz Kinder ein Wunschauto und sind sogar stolze Hausbesitzer ... und das als Truckdriver. Da ist wohl der Verdienst als LKW-Fahrer in Deuschland eher ein Taschengeld.... fuer die meisten jedenfalls !
Dann mal bis die Tage :-)
Dienstag, 1. März 2016
.... arme "Rueckwanderer"
Erst Mal moechte ich mich fuer das lange "nichtschreiben" bei meinen Lesern entschuldigen. Zu meiner "Entlastung" moechte ich anfuehren, dass mich mein Arbeitsstellenwechsel sehr in Anspruch genommen hat.... ich hoffe Ihr liebe Leser seid gnaedig zu mir !!! :-)
Ueber den Wechsel werde ich demnaechst ausfuehrlich berichten .
Ein aktueller "Fall" hat mir die Idee fuer diesen Bericht gegeben.
Inzwischen haben wir es "geschafft" ueber 9 Jahre im unserem Traumland zu leben und es werden bestimmt noch viele Jahre dazukommen.
Menschen sind ja wirklich verschieden und deswegen gibts auch Menschen, die nicht bleiben. Wie fuer eine Auswanderung, gibt es auch fuer eine Rueckwanderung verschiedene Beweggruende.
Nach unbestaetigten Informationen gehen 70% der Auswanderer vor Ablauf von 10 Jahren wieder zurueck in die Heimat. Ich habe nun auch schon einige Leute erlebt, die wieder die alte Heimat aufgesucht und Canada fuer immer verlassen haben.
Leider hat die Mehrzahl nicht die wahren Gruende in der Oeffentlichkeit genannt. Die meisten versuchen ihre Eigene Unfaehigkeit hinter billigen Ausreden zu verstecken. Man ist weder in der Lage sich anzupassen (obwohl man das bestimmt von Auslaendern im Heimat land erwartet b.z.w. verlangt ) , noch will man akzeptieren, dass auf einem anderen Kontinent auch eine andere Lebensweise noetig ist.
Meistens ist es schon bei den Anfaengen im "neuen Land" bei denen schwerwiegende Fehler begangen werden... ja, in Canada muss man im Haus wohnen ... und natuerlich gehoert der dicke 8 Zylinder auch gleich vor die Tuer.... und das ohne dass man weiss, wie die Verdienstchancen hier wirklich sind. Mit dem dicken Bankkonto und als "Hobbyarbeiter" kommen ja die wenigsten.
Man wird als Immigrant hier auch nicht unbedingt erst Mal mit Geld beworfen... es muss wie auch in der Heimat hart erarbeitet werden und hier faellt das aus verschiedenen Gruenden mmeistens sehr viel schwerer , als in der Heimat. Wer da nicht vorsichtig ist, hat sich da sehr schnell vergallopiert und faellt einfach auf die "Schnauze" .
Dann kommt der Zeitpunkt, dass sich auch mal die Zeiten aendern und aufgrund der Wirtschaftslage ein paar paychecks etwas duenner ausfallen und der V 8 mal weniger in den Tank bekommen kann... naja das Haus mit den vielen Bedrooms kann man leider auch nicht abschneiden, damit die Miete sinkt.
Nun merkt man aufeinmal wie besch... doch das Einwanderungsland ist.
Auf einmal sind die freundlichen Canadier einfach nur noch faule unpuenktliche "Idioten". Der Arbeitgeber ist mindestens 100 Jahre rueckstaendig. Die Aerzte haben gar keine Ahnung und Fachartzttermine bekommt man erst auf den Grabstein gelegt. Selbst der Winter in Canada ist auf einmal zu lang und zu kalt...
ja die Ausreden gehen eigentlich nie zu Ende, sind ja nun auch nicht wirklich neu. ;-)
Man macht natuerlich kein Geheimnis daraus, und die ganzen Gruende werden dann noch in verschiedenen Internetplattformen veroeffentlicht....Natuerlich vergisst man dann meistens nicht, die "richtigen" Worte dabei zu hinterlassen...ohne darueber nachzudenken, dass auch Menschen mitlesen, die hier ihr Leben schon seit einigen Jahren geniessen koennen... traut man sich dann etwas gegen diese Gruende zu schreiben, hat man entweder die "rosa Brille " und ueberhaupt keine Ahnung.... oder vielleicht doch alles richtig gemacht !? Man wird auf jeden Fall erst Mal blockiert, dann werden natuerlich die "unqualifizierten" Kommentare geloescht. Naja ich finds nicht wirklich Schade von einer solchen Seite zu fliegen. Diese Menschen sind eigentlich eine Blammage fuert die Landsleute und den Kontakt einfach nicht wert. Einfach nur "tschuess und weg" ...
Dabei koennte es doch so einfach sein, haette nicht den Anschein einer "Ausrede".
Einfach mal sagen, "sorry wir haben es versucht, war aber anders als wir gedacht hatten".... oder "wir kommen mit der Lebens- oder Arbeitsweise nicht zurecht"
Das waere fair und vorallen ehrlich. Ich wuerde vor solchen Menschen den Hut ziehen und haette da sehr grossen Respekt ! Fuer die oben genannten hab ich einfach nur Bedauern uebrig...manchmal ist es leider einfach nur Verachtung, sorry ist so!
Natuerlich gibt es auch Menschen fuer die der Aufenthalt in Canada einfach eine Lebenserfahrung war, die auch so geplant war und nun geht es weiter zur naechsten Lebensstation. Vor diesen Menschen habe ich sehr grossen Respekt und sie haben meine Bewunderung !!!
Auf jeden Fall wuensche ich JEDEM , dass sich seine Wuensche erfuellen.... wo auch immer in dieser schoenen Welt !!!
in diesem Sinne, bis bald :-)
Ueber den Wechsel werde ich demnaechst ausfuehrlich berichten .
Ein aktueller "Fall" hat mir die Idee fuer diesen Bericht gegeben.
Inzwischen haben wir es "geschafft" ueber 9 Jahre im unserem Traumland zu leben und es werden bestimmt noch viele Jahre dazukommen.
Menschen sind ja wirklich verschieden und deswegen gibts auch Menschen, die nicht bleiben. Wie fuer eine Auswanderung, gibt es auch fuer eine Rueckwanderung verschiedene Beweggruende.
Nach unbestaetigten Informationen gehen 70% der Auswanderer vor Ablauf von 10 Jahren wieder zurueck in die Heimat. Ich habe nun auch schon einige Leute erlebt, die wieder die alte Heimat aufgesucht und Canada fuer immer verlassen haben.
Leider hat die Mehrzahl nicht die wahren Gruende in der Oeffentlichkeit genannt. Die meisten versuchen ihre Eigene Unfaehigkeit hinter billigen Ausreden zu verstecken. Man ist weder in der Lage sich anzupassen (obwohl man das bestimmt von Auslaendern im Heimat land erwartet b.z.w. verlangt ) , noch will man akzeptieren, dass auf einem anderen Kontinent auch eine andere Lebensweise noetig ist.
Meistens ist es schon bei den Anfaengen im "neuen Land" bei denen schwerwiegende Fehler begangen werden... ja, in Canada muss man im Haus wohnen ... und natuerlich gehoert der dicke 8 Zylinder auch gleich vor die Tuer.... und das ohne dass man weiss, wie die Verdienstchancen hier wirklich sind. Mit dem dicken Bankkonto und als "Hobbyarbeiter" kommen ja die wenigsten.
Man wird als Immigrant hier auch nicht unbedingt erst Mal mit Geld beworfen... es muss wie auch in der Heimat hart erarbeitet werden und hier faellt das aus verschiedenen Gruenden mmeistens sehr viel schwerer , als in der Heimat. Wer da nicht vorsichtig ist, hat sich da sehr schnell vergallopiert und faellt einfach auf die "Schnauze" .
Dann kommt der Zeitpunkt, dass sich auch mal die Zeiten aendern und aufgrund der Wirtschaftslage ein paar paychecks etwas duenner ausfallen und der V 8 mal weniger in den Tank bekommen kann... naja das Haus mit den vielen Bedrooms kann man leider auch nicht abschneiden, damit die Miete sinkt.
Nun merkt man aufeinmal wie besch... doch das Einwanderungsland ist.
Auf einmal sind die freundlichen Canadier einfach nur noch faule unpuenktliche "Idioten". Der Arbeitgeber ist mindestens 100 Jahre rueckstaendig. Die Aerzte haben gar keine Ahnung und Fachartzttermine bekommt man erst auf den Grabstein gelegt. Selbst der Winter in Canada ist auf einmal zu lang und zu kalt...
ja die Ausreden gehen eigentlich nie zu Ende, sind ja nun auch nicht wirklich neu. ;-)
Man macht natuerlich kein Geheimnis daraus, und die ganzen Gruende werden dann noch in verschiedenen Internetplattformen veroeffentlicht....Natuerlich vergisst man dann meistens nicht, die "richtigen" Worte dabei zu hinterlassen...ohne darueber nachzudenken, dass auch Menschen mitlesen, die hier ihr Leben schon seit einigen Jahren geniessen koennen... traut man sich dann etwas gegen diese Gruende zu schreiben, hat man entweder die "rosa Brille " und ueberhaupt keine Ahnung.... oder vielleicht doch alles richtig gemacht !? Man wird auf jeden Fall erst Mal blockiert, dann werden natuerlich die "unqualifizierten" Kommentare geloescht. Naja ich finds nicht wirklich Schade von einer solchen Seite zu fliegen. Diese Menschen sind eigentlich eine Blammage fuert die Landsleute und den Kontakt einfach nicht wert. Einfach nur "tschuess und weg" ...
Dabei koennte es doch so einfach sein, haette nicht den Anschein einer "Ausrede".
Einfach mal sagen, "sorry wir haben es versucht, war aber anders als wir gedacht hatten".... oder "wir kommen mit der Lebens- oder Arbeitsweise nicht zurecht"
Das waere fair und vorallen ehrlich. Ich wuerde vor solchen Menschen den Hut ziehen und haette da sehr grossen Respekt ! Fuer die oben genannten hab ich einfach nur Bedauern uebrig...manchmal ist es leider einfach nur Verachtung, sorry ist so!
Natuerlich gibt es auch Menschen fuer die der Aufenthalt in Canada einfach eine Lebenserfahrung war, die auch so geplant war und nun geht es weiter zur naechsten Lebensstation. Vor diesen Menschen habe ich sehr grossen Respekt und sie haben meine Bewunderung !!!
Auf jeden Fall wuensche ich JEDEM , dass sich seine Wuensche erfuellen.... wo auch immer in dieser schoenen Welt !!!
in diesem Sinne, bis bald :-)
Freitag, 15. Januar 2016
... ich hab es getan ....
.... es hat sehr lange gedauert und mancher hat nicht geglaubt, dass ich es wirklich mache.
Ich habe nach 8 Jahren und 10 1/2 Monaten meinen ersten Arbeitsplatz in Canada gekuendigt.
Ich bin Einigen Menschen bei Bison sehr dankbar und werde es immer bleiben, die mir den Start in die canadische Arbeitswelt leicht gemacht haben und mir auch in schwierigen Zeiten geholfen haben.
Ich bin auch der Firma Bison -Transport in Winnipeg sehr dankbar, dass sie mir mit dem Arbeitsplatz erst die Immigration nach Canada ermoeglicht haben.
Ich habe dort auch eine sehr gute Vorbereitung fuer die Fuehrerscheinpruefung bekommen. Auch die Ausbildung und meine Taetigkeit als In Cab Instructor konnte ich (fast) immer geniessen. Ich habe sehr viele nette Menschen aus verschiedenen Kulturen dieser Erde kennengelernt und auch sehr viel ueber das Leben anderer Kulturen erfahren duerfen. Das laesst mich heute viele Dinge sehr viel differenzierter sehen, als noch vor vielen Jahren !
Immer noch habe ich Kontakt zu einigen meiner Trainees. Und ich freue mich immer wieder diese Kollegen zu treffen. Und ganz besonders freue ich mich, wenn sie mir erzaehlen, dass sie bei mir sehr viel gelernt haben und ihre Arbeit als Truckdriver heute geniessen koennen.
Vielen dieser Kollegen verdanke ich heute eine wesentliche Verbesserung meiner Sprachkenntnisse... auch hier sieht man : Die Praxis bringts !
Im Grossen und Ganzen habe ich eine gute Zeit bei dieser Firma verbracht und auch diese Zeit ist Teil meines Lebens !
Aber Leben heisst auch Veraenderung. Und Veraenderung muss nicht immer in die gute Richtung sein, leider geht es manchmal auch in die falsche Richtung. Wie auch bei Bison. Ich moechte jetzt nicht wie manch Anderer, die grosse Internetabrechnung mit meinem ehemaligen Arbeitgeber veranstalten. Das ist einfach der falsche Platz. Und fuer Diskussionen ist es auf jeden Fall zu spaet.
Aber warum kuendigt man nach fast 9 Jahren. Einfach mal zur Aufklaerung fuer Aussenstehende.
Die Firma hat sich in den letzten drei Jahren sehr zum Nachteil entwickelt. Es sind Firmen dazu gekauft worden (was uns eigentlich nicht beruehrt hat), aber das Management ist einfach abgedreht. Als "safest fleet of Nordamerica" "best fleets to drive for" und unzaehlige Awards ist das Management tatsaechlich ueberzeugt, die Besten zu sein. Leider wisen sie nicht, wie die wirkliche Meinung auf der Strasse und selbst in der Eigenen Firma ist. Es werden Surveys (Umfragen) abgehalten und es gibt ein "driversadvisory board" (so etwas aehnliches wie Betriebsrat).
Aber was nuetzt eine Umfrage, wenn diese nur als Alibi (um awards zu bekommen)dient und die Ergebnisse nicht ausgewertet, oder beachtet werden.
Was nuetzt eine Institution, die angeblich das Bindeglied zwischen Management und Fahrer sein soll... und zwei Mal im Jahr eine Versammlung veranstaltet... in der sich das Management feiern laesst !?
Das Management der Firma hat fuer mich den Gipfel der Frechheit im November letzten Jahres Verkuendet.... es macht mich sowas von wuetend, diese anmassende Art.... trotz der schlechten Zeiten (man stellt in diesen Zeiten alle 10 Tage ca. 20 neue Fahrer ein) verkuendete man im November, dass man doch den Fahrer was Gutes tun moechte... es gibt an Januar eine Lohnerhoehung... die schon vor 4 Jahren "angekuendigt" wurde... damals ist eine "Pseudolohnerhoehung" gescheitert und nun musste einfach das Rad neu erfunden werden.
Das hat man auch geschafft. Es sollen anscheinend nach nun ueber 10 !!!! Jahren Stillstand (ausser ein paar Flickschustereien) die Basics erhoeht werden. Es gibt seit 1. Januar fuer die Fahrer , ganze 2ct/ml mehr. Sieht vielleicht gut aus.... auf den ersten Blick. Wer rechnen kann und schon laenger dabei ist, weiss dass diese "Erhoehung" eine Mogelpackung ist !!!! Warum? Ganz einfach. Im Jahr 2009 hat man die Trucks von 105km/h auf 100km/h reduziert. Und das ohne Ausgleich. Das bedeutet eine LohnREDUZIERUNG von rund CAD 1.20 p.h.
Die heutige "Lohnerhoehung" bringt ca. CAD 1.- p.h.... also fehlen noch 20cent zum GLEICHSTAND von 2009 .
So mal ganz nebenbei, die Preise in USA sind durch den Wechselkurs im letzten Jahr ca. 30% gestiegen.... ob das Management von Bison das wohl auch weis?????
Ich habe im letzten Jahr gegenueber 2014 , ca. CAD 7000.- an Bruttolohn verloren. Teils durch falsche Planungen, unbezahlte Wartezeiten...
Ja Freunde ich bin Schwabe und ich rechne mir meinen Verdienst genau aus... und es ist in erster Linie die Kohle, warum ich mir mit Arbeit die ganze Freizeit kaputt mache.
Wie gesagt, es soll keine "Abrechnung" mit der Firma werden. Ich wollte Euch nur nahebringen, warum man nach fast 9 Jahren den Job wechselt. Und das war nur EINER der Gruende... von vielen !!!
Ob mein jetziger Job besser ist, darueber werde ich fruehestens in einem Jahr berichten koennen. Denn am Anfang ist immer alles viiiieell besser und nach ein paar Monaten, faellt einem erst auf, was WIRKLICHKEIT ist.
Ich hoffe und wuensche, dass meine Entscheidung die richtige war und so schnell kein Wechsel der Arbeitsstelle mehr ansteht.
Ich werde die guten Dinge von Bison in meiner Erinnerung behalten. Die schlechten Sachen werden als Erfahrung abgelegt und das war's.
Ich weiss, es wird Leute geben, die meinen ich komme vielleicht in 6, 8 Monaten oder 1 Jahr zurueck . Nun man soll niemals "nie" sagen. Aber die Wahrscheinlichkeit kann man als sehr, sehr gering ansehen. Ich wuerde eher sagen: Wird nicht passieren!
Ich werde mich mit der neuen Stelle noch ein wenig bedeckt halten, das hat verschiedene Gruende . Nur soviel, die Firma ist sehr viel kleiner als Bison. Und ich werde meine bevorzugte Relation fahren... California, Arizona und gelegentlich auch mal Texas.
Den Truck wird ausser mir niemand fahren und der steht an meinen freien Tagen meistens bei mir daheim. :-) ... und der "Schwabenrenner" in der Garage.
Wer Fragen hat, darf mich ruhig fragen ;-)
bis die Tage....
der naechste Post ist schon in Arbeit... muss mal ein bischen "Werbung" machen... :-)
Ich habe nach 8 Jahren und 10 1/2 Monaten meinen ersten Arbeitsplatz in Canada gekuendigt.
Ich bin Einigen Menschen bei Bison sehr dankbar und werde es immer bleiben, die mir den Start in die canadische Arbeitswelt leicht gemacht haben und mir auch in schwierigen Zeiten geholfen haben.
Ich bin auch der Firma Bison -Transport in Winnipeg sehr dankbar, dass sie mir mit dem Arbeitsplatz erst die Immigration nach Canada ermoeglicht haben.
Ich habe dort auch eine sehr gute Vorbereitung fuer die Fuehrerscheinpruefung bekommen. Auch die Ausbildung und meine Taetigkeit als In Cab Instructor konnte ich (fast) immer geniessen. Ich habe sehr viele nette Menschen aus verschiedenen Kulturen dieser Erde kennengelernt und auch sehr viel ueber das Leben anderer Kulturen erfahren duerfen. Das laesst mich heute viele Dinge sehr viel differenzierter sehen, als noch vor vielen Jahren !
Immer noch habe ich Kontakt zu einigen meiner Trainees. Und ich freue mich immer wieder diese Kollegen zu treffen. Und ganz besonders freue ich mich, wenn sie mir erzaehlen, dass sie bei mir sehr viel gelernt haben und ihre Arbeit als Truckdriver heute geniessen koennen.
Vielen dieser Kollegen verdanke ich heute eine wesentliche Verbesserung meiner Sprachkenntnisse... auch hier sieht man : Die Praxis bringts !
Im Grossen und Ganzen habe ich eine gute Zeit bei dieser Firma verbracht und auch diese Zeit ist Teil meines Lebens !
Aber Leben heisst auch Veraenderung. Und Veraenderung muss nicht immer in die gute Richtung sein, leider geht es manchmal auch in die falsche Richtung. Wie auch bei Bison. Ich moechte jetzt nicht wie manch Anderer, die grosse Internetabrechnung mit meinem ehemaligen Arbeitgeber veranstalten. Das ist einfach der falsche Platz. Und fuer Diskussionen ist es auf jeden Fall zu spaet.
Aber warum kuendigt man nach fast 9 Jahren. Einfach mal zur Aufklaerung fuer Aussenstehende.
Die Firma hat sich in den letzten drei Jahren sehr zum Nachteil entwickelt. Es sind Firmen dazu gekauft worden (was uns eigentlich nicht beruehrt hat), aber das Management ist einfach abgedreht. Als "safest fleet of Nordamerica" "best fleets to drive for" und unzaehlige Awards ist das Management tatsaechlich ueberzeugt, die Besten zu sein. Leider wisen sie nicht, wie die wirkliche Meinung auf der Strasse und selbst in der Eigenen Firma ist. Es werden Surveys (Umfragen) abgehalten und es gibt ein "driversadvisory board" (so etwas aehnliches wie Betriebsrat).
Aber was nuetzt eine Umfrage, wenn diese nur als Alibi (um awards zu bekommen)dient und die Ergebnisse nicht ausgewertet, oder beachtet werden.
Was nuetzt eine Institution, die angeblich das Bindeglied zwischen Management und Fahrer sein soll... und zwei Mal im Jahr eine Versammlung veranstaltet... in der sich das Management feiern laesst !?
Das Management der Firma hat fuer mich den Gipfel der Frechheit im November letzten Jahres Verkuendet.... es macht mich sowas von wuetend, diese anmassende Art.... trotz der schlechten Zeiten (man stellt in diesen Zeiten alle 10 Tage ca. 20 neue Fahrer ein) verkuendete man im November, dass man doch den Fahrer was Gutes tun moechte... es gibt an Januar eine Lohnerhoehung... die schon vor 4 Jahren "angekuendigt" wurde... damals ist eine "Pseudolohnerhoehung" gescheitert und nun musste einfach das Rad neu erfunden werden.
Das hat man auch geschafft. Es sollen anscheinend nach nun ueber 10 !!!! Jahren Stillstand (ausser ein paar Flickschustereien) die Basics erhoeht werden. Es gibt seit 1. Januar fuer die Fahrer , ganze 2ct/ml mehr. Sieht vielleicht gut aus.... auf den ersten Blick. Wer rechnen kann und schon laenger dabei ist, weiss dass diese "Erhoehung" eine Mogelpackung ist !!!! Warum? Ganz einfach. Im Jahr 2009 hat man die Trucks von 105km/h auf 100km/h reduziert. Und das ohne Ausgleich. Das bedeutet eine LohnREDUZIERUNG von rund CAD 1.20 p.h.
Die heutige "Lohnerhoehung" bringt ca. CAD 1.- p.h.... also fehlen noch 20cent zum GLEICHSTAND von 2009 .
So mal ganz nebenbei, die Preise in USA sind durch den Wechselkurs im letzten Jahr ca. 30% gestiegen.... ob das Management von Bison das wohl auch weis?????
Ich habe im letzten Jahr gegenueber 2014 , ca. CAD 7000.- an Bruttolohn verloren. Teils durch falsche Planungen, unbezahlte Wartezeiten...
Ja Freunde ich bin Schwabe und ich rechne mir meinen Verdienst genau aus... und es ist in erster Linie die Kohle, warum ich mir mit Arbeit die ganze Freizeit kaputt mache.
Wie gesagt, es soll keine "Abrechnung" mit der Firma werden. Ich wollte Euch nur nahebringen, warum man nach fast 9 Jahren den Job wechselt. Und das war nur EINER der Gruende... von vielen !!!
Ob mein jetziger Job besser ist, darueber werde ich fruehestens in einem Jahr berichten koennen. Denn am Anfang ist immer alles viiiieell besser und nach ein paar Monaten, faellt einem erst auf, was WIRKLICHKEIT ist.
Ich hoffe und wuensche, dass meine Entscheidung die richtige war und so schnell kein Wechsel der Arbeitsstelle mehr ansteht.
Ich werde die guten Dinge von Bison in meiner Erinnerung behalten. Die schlechten Sachen werden als Erfahrung abgelegt und das war's.
Ich weiss, es wird Leute geben, die meinen ich komme vielleicht in 6, 8 Monaten oder 1 Jahr zurueck . Nun man soll niemals "nie" sagen. Aber die Wahrscheinlichkeit kann man als sehr, sehr gering ansehen. Ich wuerde eher sagen: Wird nicht passieren!
Ich werde mich mit der neuen Stelle noch ein wenig bedeckt halten, das hat verschiedene Gruende . Nur soviel, die Firma ist sehr viel kleiner als Bison. Und ich werde meine bevorzugte Relation fahren... California, Arizona und gelegentlich auch mal Texas.
Den Truck wird ausser mir niemand fahren und der steht an meinen freien Tagen meistens bei mir daheim. :-) ... und der "Schwabenrenner" in der Garage.
Wer Fragen hat, darf mich ruhig fragen ;-)
bis die Tage....
der naechste Post ist schon in Arbeit... muss mal ein bischen "Werbung" machen... :-)
Sonntag, 27. Dezember 2015
Planungen.....
.... gehoeren ja zum Jahreswechsel, wie der Baum zu Weihnachten... wir planen zwar, aber Weihnachtsbaum gibts fuer uns schon lange keinen mehr.
Es gibt Planungen fuer neue Jahr, die sich jedes Jahr wiederholen... ich kenne Menschen, die jedes Jahr aufhoeren zu rauchen. Funktioniert auch am Anfang.... so bis Neujahr morgen 10:00... oder so. ;-)
Ich brauch nicht aufhoeren, das hab ich schon vor 39 Jahren getan... aber nicht zu Neujahr.
Bei uns gibts auf jeden Fall Plaene fuer's neue Jahr, die auch verwirklicht werden.
An erster Stelle steht der Wechsel des Job's an. Vielleicht faellt ja da schon eine Entscheidung in den ersten Januarwochen.
Die zweite Prioritaet ist unser Citizenship Antrag. Dieser wird auf jeden Fall in Januar gestellt. Da ich jeden Grenzuebertritt dokumentieren muss, liegt es am naechsten im Januar, da ich diese Dokumentation auch fuer die Steuererklaerung brauche. Also sollte der Antrag bis spaetestens Ende Januar auf dem Weg sein.
Auch im Januar werde ich erfahren, wieviel Buecher ich verkauft habe. Vielleicht kann ich mich ja dann auch zur Ruhe setzen und mich auf das zweite Buch konzentrieren... naja, wahrscheinlich wohl nicht! Also, wer noch nicht gekauft hat .... schnell bestellen, oder im Buchhandel kaufen. Jeder Buchhaendler kann's auch bestellen.
Auch ein wichtiger Plan, ist der .... URLAUBSPLAN!!!!
Die "grobe" Planung ist abgeschlossen. Es sind nur noch ein paar Feinheiten, die noch nicht ganz feststehen. Auch der "Fahrplan" muss noch abgeglichen werden. Fest steht auf jeden Fall, dass der Urlaub so 3 1/2 Wochen dauern wird. Ich werde da so ca. 11 000km mit dem Auto zuruecklegen... ob Regina auch fahren kann, wird sich zeigen.
Wir werden ganz sicher jede Menge Baeren, Woelfe und sonstiges "Viehzeug" zu sehen bekommen. Dazu die Mitternachtssonne und auch den Polarkreis werden wir Richtung Norden ueberfahren.
Wir werden von Rosa ueber Edmonton nach unserem ersten Ziel Whitehorse (Yukon) fahren. Das wird wohl erst nach zwei Uebernachtungen zu erreichen sein. (ca. 3300km) . Dort werden wir uns auch aufhalten... zwei, drei Tage, wir werden sehen. Dann gehts in die beruemhte Goldgraeberstadt Dawson City.
Von Dawson City gehts dann ueber den "Dempster Highway" ca. 730km Schotterstrasse ueber den Polarkreis nach Inuvik (North-West Teritory) . Das ist die noerdlichste Stadt in Canada, die ueber eine Strasse erreichbar ist. Man kann zwar noch weiter Richtung Norden, aber nur ueber die Iceroad, und das eben nur im Winter. Dann gehts die gleiche Strecke wieder zurueck nach Dawson City und von dort nach Fairbanks (Alaska). Wie wir dann wieder Richtung Sueden fahren, ist noch nicht ganz geklaert. Es gibt da eine Faehre nach British Columbia... nur ob da Cooper auch darf wissen wir noch nicht. Es waere schon toll, wenn wir das hinbekommen. Es wird dann ueber Calgary, nach der "Heimsuchung" bei Freunden wieder Richtung Heimat gehen.
Genaues darueber wird natuerlich noch hier zu berichten sein.
Das sind mal die Plaene fuer's neue Jahr.
Noch ein ganz wichtiger Plan, der aber nur bedingt planbar ist ... wir wollen auch im neuen Jahr gesund bleiben... das ist eigentlich das WICHTIGSTE !!!!
Natuerlich gibts auch noch Wuensche und Traeume fuer's naechste Jahr. Manche Traeume und Wuensche werden wahr... fuer Andere muss man eben noch warten. ;-)
Was ich auch nicht planen kann, wieviele Menschen meinen Blog lesen. Inzwischen sind es fast 50 000 Aufrufe . (48 8..)
Das sind ja 10 000 Aufrufe in Jahr. Das finde ich auch richtig toll und hoffe, dass es so bleibt, oder auch mehr werden!!!
Auf jeden Fall bin ich Euch liebe Leser sehr dankbar fuer's reinschauen!!!
Ich wuensche Euch Allen ein GUTES ERFOLGREICHES und vor allem GESUNDES Neues Jahr !!!!
Nochmal VIELEN DANK fuer's lesen und schaut mal wieder hier vorbei!!! :-)
Ich freue mich auch immer ueber Kommentare, auch Kritik. :-)
bis bald ....
Es gibt Planungen fuer neue Jahr, die sich jedes Jahr wiederholen... ich kenne Menschen, die jedes Jahr aufhoeren zu rauchen. Funktioniert auch am Anfang.... so bis Neujahr morgen 10:00... oder so. ;-)
Ich brauch nicht aufhoeren, das hab ich schon vor 39 Jahren getan... aber nicht zu Neujahr.
Bei uns gibts auf jeden Fall Plaene fuer's neue Jahr, die auch verwirklicht werden.
An erster Stelle steht der Wechsel des Job's an. Vielleicht faellt ja da schon eine Entscheidung in den ersten Januarwochen.
Die zweite Prioritaet ist unser Citizenship Antrag. Dieser wird auf jeden Fall in Januar gestellt. Da ich jeden Grenzuebertritt dokumentieren muss, liegt es am naechsten im Januar, da ich diese Dokumentation auch fuer die Steuererklaerung brauche. Also sollte der Antrag bis spaetestens Ende Januar auf dem Weg sein.
Auch im Januar werde ich erfahren, wieviel Buecher ich verkauft habe. Vielleicht kann ich mich ja dann auch zur Ruhe setzen und mich auf das zweite Buch konzentrieren... naja, wahrscheinlich wohl nicht! Also, wer noch nicht gekauft hat .... schnell bestellen, oder im Buchhandel kaufen. Jeder Buchhaendler kann's auch bestellen.
Auch ein wichtiger Plan, ist der .... URLAUBSPLAN!!!!
Die "grobe" Planung ist abgeschlossen. Es sind nur noch ein paar Feinheiten, die noch nicht ganz feststehen. Auch der "Fahrplan" muss noch abgeglichen werden. Fest steht auf jeden Fall, dass der Urlaub so 3 1/2 Wochen dauern wird. Ich werde da so ca. 11 000km mit dem Auto zuruecklegen... ob Regina auch fahren kann, wird sich zeigen.
Wir werden ganz sicher jede Menge Baeren, Woelfe und sonstiges "Viehzeug" zu sehen bekommen. Dazu die Mitternachtssonne und auch den Polarkreis werden wir Richtung Norden ueberfahren.
Wir werden von Rosa ueber Edmonton nach unserem ersten Ziel Whitehorse (Yukon) fahren. Das wird wohl erst nach zwei Uebernachtungen zu erreichen sein. (ca. 3300km) . Dort werden wir uns auch aufhalten... zwei, drei Tage, wir werden sehen. Dann gehts in die beruemhte Goldgraeberstadt Dawson City.
Von Dawson City gehts dann ueber den "Dempster Highway" ca. 730km Schotterstrasse ueber den Polarkreis nach Inuvik (North-West Teritory) . Das ist die noerdlichste Stadt in Canada, die ueber eine Strasse erreichbar ist. Man kann zwar noch weiter Richtung Norden, aber nur ueber die Iceroad, und das eben nur im Winter. Dann gehts die gleiche Strecke wieder zurueck nach Dawson City und von dort nach Fairbanks (Alaska). Wie wir dann wieder Richtung Sueden fahren, ist noch nicht ganz geklaert. Es gibt da eine Faehre nach British Columbia... nur ob da Cooper auch darf wissen wir noch nicht. Es waere schon toll, wenn wir das hinbekommen. Es wird dann ueber Calgary, nach der "Heimsuchung" bei Freunden wieder Richtung Heimat gehen.
Genaues darueber wird natuerlich noch hier zu berichten sein.
Das sind mal die Plaene fuer's neue Jahr.
Noch ein ganz wichtiger Plan, der aber nur bedingt planbar ist ... wir wollen auch im neuen Jahr gesund bleiben... das ist eigentlich das WICHTIGSTE !!!!
Natuerlich gibts auch noch Wuensche und Traeume fuer's naechste Jahr. Manche Traeume und Wuensche werden wahr... fuer Andere muss man eben noch warten. ;-)
Was ich auch nicht planen kann, wieviele Menschen meinen Blog lesen. Inzwischen sind es fast 50 000 Aufrufe . (48 8..)
Das sind ja 10 000 Aufrufe in Jahr. Das finde ich auch richtig toll und hoffe, dass es so bleibt, oder auch mehr werden!!!
Auf jeden Fall bin ich Euch liebe Leser sehr dankbar fuer's reinschauen!!!
Ich wuensche Euch Allen ein GUTES ERFOLGREICHES und vor allem GESUNDES Neues Jahr !!!!
Nochmal VIELEN DANK fuer's lesen und schaut mal wieder hier vorbei!!! :-)
Ich freue mich auch immer ueber Kommentare, auch Kritik. :-)
bis bald ....
Mittwoch, 16. Dezember 2015
... auf zu neuen Ufern!_
Viele Menschen machen Plaene fuer's neue Jahr. Manchmal gehoere auch ich dazu, sich etwas fuer's kommende Jahr vorzunehmen. Meistens aendert man ja nichts wirklich, aber bei mir wird es naechstes Jahr eine wesentliche Aenderung geben.
Es sollte eigentlich diesen Monat schon passieren, aber die Umstaende lassen mich noch warten.
Die Vorbereitungen sind getan und nun heisst es (leider) noch etwas warten.
Ich werde definitiv im neuen Jahr schnellst moeglich die "best fleets to drive for" verlassen.
Dieses Vorhaben steht im neuen Jahr an erster Stelle.
Nach nun kapp 8 Jahren und fast 10 Monaten wird (muss) es eine Veraenderung geben.
Nicht wegen der Zeit, die ich bis jetzt fuer die Firma gearbeitet habe, nein, aber ich verstehe, wenn mein dispatcher mir verstaendlich machen will, dass ich nicht mehr gebraucht werde.... naja, ich bin vielleicht zu teuer. Und neue Fahrer aus der Fahrschule, die fuer die ersten zwei Jahre fuer 5 ct/ml weniger fahren sind natuerlich sehr viel billiger. Natuerlich bekommen sie die Differenz... aber nur wenn sie zwei Jahre in der Firma durchhalten und zwei Jahre sind eine lange Zeit. Vorallem, wenn man bei der Bezahlung weit unter dem canadischen Durchschnitt faehrt, da moechte man doch lieber den besagten "Spatz in der Hand" statt die "Taube auf dem Dach"... auch wenn's den "Spatz" nach zwei Jahren (vielleicht) doch gibt.
Ich kenne diese Entwicklung und wer schon laenger in Europa faehrt , der weiss von was ich schreibe. Nur ist das nicht der allgemeine Trend in Nordamerika, dazu ist der Fahrermangel hier einfach zu dramatisch. Die Firmen in USA haben das schon bemerkt und die Loehne bis zu 15% und auch mehr im letzten Jahr angehoben. Dazu werden z.T. noch Wartezeiten von der ersten Stunde bezahlt und wenn man wegen Wetterbedingungen stehen bleiben muss wird z.T. auch bezahlt.
Unsere Firma schreibt sich ganz gross das "right to deside" auf die Fahne und bei jedem wetterbedingtem Unfall wird dem Fahrer vorgeworfen das er nicht von diesem "Recht" Gebrauch gemacht hat. Vielleicht sollte sich das Management mal Gedanken darueber machen, dass ein Fahrer auch Rechnungen zu bezahlen hat und dazu muessen sich eben die Raeder drehen... sonst kein Geld. Und vom "guter Mensch" sein hat noch niemand Sprit an der Tankstelle bekommen, oder die Miete , oder die Rate vom Haus wurde davon bezahlt. Natuerlich weiss man das ja nicht, wenn man morgens 08:00 ins warme Buero kommt und um 17:00 wieder heimgeht und auch noch die Raucherpausen bezahlt bekommt.
Und dieses "Recht" hatte ich schon immer, denn nur ICH selbst kann entscheiden, ob ich die Verantwortung tragen will bei widrigen Bedingungen zu fahren.
Aber das ist nicht der Punkt.
Der Hauptgrund fuer einen Wechsel liegt einfach beim Geld. Das ist der Hauptgrund, warum ich heute diesen Job mache.
Im Vergleich zum letzten Jahr fehlen mir bei den Long Haul Meilen, knapp CAD 3 300.- . Wenn ich das Geld fuer's Training noch dazurechne fehlen von Januar bis zum Anfang Dezember insgesamt CAD 8000.- im Vergleich zu 2014.
Und das obwohl die Preise seit ueber einem Jahr in USA um 30% !!!! gestiegen sind .
Selbst im Rezessionsjahr 2009 hatte ich keinen solchen Lohneinbruch.
Fuer mich ist das nicht akzeptabel und es ist mir eigentlich egal, ob die Auftragslage sich verschlechtert hat und wenn die Firma jede Woche ca. 30 neue Leute einstellt und mein Truck, wenn ich zurueck komme gleich von einem anderen Fahrer benutzt wird, kann ja die Auftragslage nicht sooo schlecht sein.
Ich bekam im Maerz einen neuen Fleetmanager. Bei seiner Vorstellung war seine erste Frage, was er denn fuer mich tun koenne um meine Meilen und meine Bezahlung zu verbessern. Meine Antwort war: "Nichts, ich bin mit meinen Meilen zufrieden und auch mit meiner Bezahlung" .... er hat geaendert ... auf Anweisung , oder in Eigenregie ist mir auch egal. Es hat sich zum negativen geaendert und das ist fuer mich massgebend.
Auch Reden hat nichts genutzt, hab das mehrmals versucht, aber wenn's ihn nicht interessiert.
Nun ich habe die Wahl, entweder aendert die Firma etwas, oder ich aendere etwas. Und nun bin ich eben gefragt und ich werde etwas aendern!
Normalerweise wird man so nach 6 Monaten nach der Kuendigung von der Firma angerufen... es wird dann einem ein wenig Honig ums Maul geschmiert, dass man wieder zurueck kommt. Jaaa man darf dann auch seine Safetymeilen behalten und es ist dann ja alles viel besser.... waere es nicht besser, Fahrer zu BEHALTEN, statt sie zurueck zu holen. Naja, bei manchen funktioniert diese "Honigmethode" ... bei mir garantiert NICHT. Wenn ich weg bin, bin ich weg!!! Ein zurueck gibts nicht mehr !!!
Ich wollte eigentlich ja nichts negatives mehr schreiben, aber manchmal laesst es sich einfach nicht vermeiden !
Naja, wie die Ueberschrift schon sagt.... "auf zu neuen Ufern" die Zukunft hat man in der Hand, die Vergangenheit laesst sich nicht mehr aendern. Also heisst es nach vorne schauen... hinten ist Vergangenheit!!!
bis die Tage... :-)
Es sollte eigentlich diesen Monat schon passieren, aber die Umstaende lassen mich noch warten.
Die Vorbereitungen sind getan und nun heisst es (leider) noch etwas warten.
Ich werde definitiv im neuen Jahr schnellst moeglich die "best fleets to drive for" verlassen.
Dieses Vorhaben steht im neuen Jahr an erster Stelle.
Nach nun kapp 8 Jahren und fast 10 Monaten wird (muss) es eine Veraenderung geben.
Nicht wegen der Zeit, die ich bis jetzt fuer die Firma gearbeitet habe, nein, aber ich verstehe, wenn mein dispatcher mir verstaendlich machen will, dass ich nicht mehr gebraucht werde.... naja, ich bin vielleicht zu teuer. Und neue Fahrer aus der Fahrschule, die fuer die ersten zwei Jahre fuer 5 ct/ml weniger fahren sind natuerlich sehr viel billiger. Natuerlich bekommen sie die Differenz... aber nur wenn sie zwei Jahre in der Firma durchhalten und zwei Jahre sind eine lange Zeit. Vorallem, wenn man bei der Bezahlung weit unter dem canadischen Durchschnitt faehrt, da moechte man doch lieber den besagten "Spatz in der Hand" statt die "Taube auf dem Dach"... auch wenn's den "Spatz" nach zwei Jahren (vielleicht) doch gibt.
Ich kenne diese Entwicklung und wer schon laenger in Europa faehrt , der weiss von was ich schreibe. Nur ist das nicht der allgemeine Trend in Nordamerika, dazu ist der Fahrermangel hier einfach zu dramatisch. Die Firmen in USA haben das schon bemerkt und die Loehne bis zu 15% und auch mehr im letzten Jahr angehoben. Dazu werden z.T. noch Wartezeiten von der ersten Stunde bezahlt und wenn man wegen Wetterbedingungen stehen bleiben muss wird z.T. auch bezahlt.
Unsere Firma schreibt sich ganz gross das "right to deside" auf die Fahne und bei jedem wetterbedingtem Unfall wird dem Fahrer vorgeworfen das er nicht von diesem "Recht" Gebrauch gemacht hat. Vielleicht sollte sich das Management mal Gedanken darueber machen, dass ein Fahrer auch Rechnungen zu bezahlen hat und dazu muessen sich eben die Raeder drehen... sonst kein Geld. Und vom "guter Mensch" sein hat noch niemand Sprit an der Tankstelle bekommen, oder die Miete , oder die Rate vom Haus wurde davon bezahlt. Natuerlich weiss man das ja nicht, wenn man morgens 08:00 ins warme Buero kommt und um 17:00 wieder heimgeht und auch noch die Raucherpausen bezahlt bekommt.
Und dieses "Recht" hatte ich schon immer, denn nur ICH selbst kann entscheiden, ob ich die Verantwortung tragen will bei widrigen Bedingungen zu fahren.
Aber das ist nicht der Punkt.
Der Hauptgrund fuer einen Wechsel liegt einfach beim Geld. Das ist der Hauptgrund, warum ich heute diesen Job mache.
Im Vergleich zum letzten Jahr fehlen mir bei den Long Haul Meilen, knapp CAD 3 300.- . Wenn ich das Geld fuer's Training noch dazurechne fehlen von Januar bis zum Anfang Dezember insgesamt CAD 8000.- im Vergleich zu 2014.
Und das obwohl die Preise seit ueber einem Jahr in USA um 30% !!!! gestiegen sind .
Selbst im Rezessionsjahr 2009 hatte ich keinen solchen Lohneinbruch.
Fuer mich ist das nicht akzeptabel und es ist mir eigentlich egal, ob die Auftragslage sich verschlechtert hat und wenn die Firma jede Woche ca. 30 neue Leute einstellt und mein Truck, wenn ich zurueck komme gleich von einem anderen Fahrer benutzt wird, kann ja die Auftragslage nicht sooo schlecht sein.
Ich bekam im Maerz einen neuen Fleetmanager. Bei seiner Vorstellung war seine erste Frage, was er denn fuer mich tun koenne um meine Meilen und meine Bezahlung zu verbessern. Meine Antwort war: "Nichts, ich bin mit meinen Meilen zufrieden und auch mit meiner Bezahlung" .... er hat geaendert ... auf Anweisung , oder in Eigenregie ist mir auch egal. Es hat sich zum negativen geaendert und das ist fuer mich massgebend.
Auch Reden hat nichts genutzt, hab das mehrmals versucht, aber wenn's ihn nicht interessiert.
Nun ich habe die Wahl, entweder aendert die Firma etwas, oder ich aendere etwas. Und nun bin ich eben gefragt und ich werde etwas aendern!
Normalerweise wird man so nach 6 Monaten nach der Kuendigung von der Firma angerufen... es wird dann einem ein wenig Honig ums Maul geschmiert, dass man wieder zurueck kommt. Jaaa man darf dann auch seine Safetymeilen behalten und es ist dann ja alles viel besser.... waere es nicht besser, Fahrer zu BEHALTEN, statt sie zurueck zu holen. Naja, bei manchen funktioniert diese "Honigmethode" ... bei mir garantiert NICHT. Wenn ich weg bin, bin ich weg!!! Ein zurueck gibts nicht mehr !!!
Ich wollte eigentlich ja nichts negatives mehr schreiben, aber manchmal laesst es sich einfach nicht vermeiden !
Naja, wie die Ueberschrift schon sagt.... "auf zu neuen Ufern" die Zukunft hat man in der Hand, die Vergangenheit laesst sich nicht mehr aendern. Also heisst es nach vorne schauen... hinten ist Vergangenheit!!!
bis die Tage... :-)
Dienstag, 24. November 2015
Warum Canadier ?
... diese Frage wird sich der Eine , oder Andere bestimmt stellen. Das ist berechtigt und ich moechte diese Frage gerne beantworten. Dabei kann ich natuerlich nur unsere Sichtweise darstellen.
Seit fast 9 Jahren leben wir nun im "fremden" Land. Wenn ich ehrlich bin, haben wir uns hier noch niemals fremd gefuehlt.
Wir haben viele nette Menschen kennen gelernt, und ach neue Freunde gefunden. Canadier, sowie auch deutsche. Natuerlich haben wir in den letzten Jahren auch sehr viele Enttaeuschungen hinnehmen muessen... das ausschliesslich von unseren Landsleuten!
Wir haben uns vor ca. 10 Jahren .... so lange ist das schon her... vorgenommen, unser Leben in einem anderen Land zu versuchen. Die Wahl fiel aufgrund der Moeglichkeiten auf Canada. Es war einfach ein Versuch und auch scheitern war eingeplant. Aber einen wirklichen "Plan B" gab es niemals. Nach nur knapp 8 Monaten stand unsere Entscheidung fest : Der "Versuch" war erfolgreich.... wir bleiben!
Ein paar Monate war aus dem Versuch, oder der Alternative zu Deutschland, ein Traum geworden. Wir konnten realisieren, dass wir tatsaechlich in einem Traumland leben!
Natuerlich sind wir deswegen keine Traeumer, die mit rosaroter Brille durchs Leben gehen. Eher sind wir Realisten und wissen, dass man ueberall auf dieser Welt gute und schlechte Dinge finden wird.
Das Perfekte soll es angeblich im Paradies geben... leider konnte davon noch niemand wirklich berichten.
Inzwischen haben wir uns schon Traeume erfuellt und sind noch immer der Meinung in UNSEREM Traumland zu leben.
Wir leben inzwischen unseren Traum!
Um diesem Traum das beruehmte "Tuepfelchen auf dem i" zu geben, moechten wir unsere Immigration mit der canadischen Staatsbuergerschaft abschliessen. Das wird zur Folge haben, dass wir die deutsche Staatsbuergerschaft verlieren werden. Das ist Gesetz in Deutschland (Canada wuerde das nicht beruehren). Wir koennen zwar ueber Gesetze und deren Sinn und Unsinn diskutieren, diese aber damit nicht weg diskutieren.
Natuerlich kann man einen Beibehaltungsantrag stellen. Dazu muessten wir begruenden, warum wir eine andere Staatsbuergerschaft annehmen ... und natuerlich dafuer bezahlen.
Ich bin nicht bereit, einen Entschluss zu begruenden, der mir laut deutschem Grundgesetz mit den Worten "persoenliche Freizuegigkeit" zugesichert ist. Aber wen interessiert schon das deutsche Grundgesetz... deutsche Politiker auf jeden Fall nicht.
Ausserdem muss ich mir nicht etwas erkaufen, was mir eigentlich durch Geburt zustehen sollte.
Naja , wir wissen wo wir daheim sind und das ist wichtig. Deshalb brauchen wir auch keine deutsche Staatsbuergerschaft, was uns mit einem deutschen Reisepass dokumentiert wird...eine Staatsbuergerurkunde haben wir niemals besessen... denn nur diese bestaetigt WIRKLICH, dass man deutscher Staatsbuerger ist.
Dazu muss ich mich auch nicht mehr von einer deutschen Honorarkonsulin bloed anmachen lassen, weil ich keinen Expresspass beantrage... nur damit ich ihr Luxusbuero im 28. Stockwerk finanziere... das beste Beispiel von deutscher Servicewueste!!!
Um es auf einen Nenner zu bringen : Wir fuehlen uns in Canada zu Hause, deshalb canadische Staatsbuergerschaft. Antrag wird in den naechsten Wochen gestellt!
Leider gibt es gerade einen Anlass, der mich einiges zurueckwirft und die Antragstellung etwas verzoegert.
Aber man muss Prioritaeten setzen, und der aktuelle Anlass ist im Moment sehr wichtig.
Ich kann und werde darueber berichten, wenn alles zu 100% geregelt ist.
in den naechsten Tagen wirds wohl neues zu berichten geben...
Schaut einfach wieder rein :-)
Seit fast 9 Jahren leben wir nun im "fremden" Land. Wenn ich ehrlich bin, haben wir uns hier noch niemals fremd gefuehlt.
Wir haben viele nette Menschen kennen gelernt, und ach neue Freunde gefunden. Canadier, sowie auch deutsche. Natuerlich haben wir in den letzten Jahren auch sehr viele Enttaeuschungen hinnehmen muessen... das ausschliesslich von unseren Landsleuten!
Wir haben uns vor ca. 10 Jahren .... so lange ist das schon her... vorgenommen, unser Leben in einem anderen Land zu versuchen. Die Wahl fiel aufgrund der Moeglichkeiten auf Canada. Es war einfach ein Versuch und auch scheitern war eingeplant. Aber einen wirklichen "Plan B" gab es niemals. Nach nur knapp 8 Monaten stand unsere Entscheidung fest : Der "Versuch" war erfolgreich.... wir bleiben!
Ein paar Monate war aus dem Versuch, oder der Alternative zu Deutschland, ein Traum geworden. Wir konnten realisieren, dass wir tatsaechlich in einem Traumland leben!
Natuerlich sind wir deswegen keine Traeumer, die mit rosaroter Brille durchs Leben gehen. Eher sind wir Realisten und wissen, dass man ueberall auf dieser Welt gute und schlechte Dinge finden wird.
Das Perfekte soll es angeblich im Paradies geben... leider konnte davon noch niemand wirklich berichten.
Inzwischen haben wir uns schon Traeume erfuellt und sind noch immer der Meinung in UNSEREM Traumland zu leben.
Wir leben inzwischen unseren Traum!
Um diesem Traum das beruehmte "Tuepfelchen auf dem i" zu geben, moechten wir unsere Immigration mit der canadischen Staatsbuergerschaft abschliessen. Das wird zur Folge haben, dass wir die deutsche Staatsbuergerschaft verlieren werden. Das ist Gesetz in Deutschland (Canada wuerde das nicht beruehren). Wir koennen zwar ueber Gesetze und deren Sinn und Unsinn diskutieren, diese aber damit nicht weg diskutieren.
Natuerlich kann man einen Beibehaltungsantrag stellen. Dazu muessten wir begruenden, warum wir eine andere Staatsbuergerschaft annehmen ... und natuerlich dafuer bezahlen.
Ich bin nicht bereit, einen Entschluss zu begruenden, der mir laut deutschem Grundgesetz mit den Worten "persoenliche Freizuegigkeit" zugesichert ist. Aber wen interessiert schon das deutsche Grundgesetz... deutsche Politiker auf jeden Fall nicht.
Ausserdem muss ich mir nicht etwas erkaufen, was mir eigentlich durch Geburt zustehen sollte.
Naja , wir wissen wo wir daheim sind und das ist wichtig. Deshalb brauchen wir auch keine deutsche Staatsbuergerschaft, was uns mit einem deutschen Reisepass dokumentiert wird...eine Staatsbuergerurkunde haben wir niemals besessen... denn nur diese bestaetigt WIRKLICH, dass man deutscher Staatsbuerger ist.
Dazu muss ich mich auch nicht mehr von einer deutschen Honorarkonsulin bloed anmachen lassen, weil ich keinen Expresspass beantrage... nur damit ich ihr Luxusbuero im 28. Stockwerk finanziere... das beste Beispiel von deutscher Servicewueste!!!
Um es auf einen Nenner zu bringen : Wir fuehlen uns in Canada zu Hause, deshalb canadische Staatsbuergerschaft. Antrag wird in den naechsten Wochen gestellt!
Leider gibt es gerade einen Anlass, der mich einiges zurueckwirft und die Antragstellung etwas verzoegert.
Aber man muss Prioritaeten setzen, und der aktuelle Anlass ist im Moment sehr wichtig.
Ich kann und werde darueber berichten, wenn alles zu 100% geregelt ist.
in den naechsten Tagen wirds wohl neues zu berichten geben...
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