DREAMS.......

DREAMS.......

Sonntag, 16. Januar 2011

Gedanken zu meiner Auswanderung....

War der Schritt richtig? Was erwartet einen im fremden Land?Kann man sich verstaendigen? Wie sind die Menschen im fremden Land?Wie ist das Land selbst....die Jahreszeiten...Temperaturen....die Landschaft....??? Fragen ueber Fragen gehen mir durch den Kopf...Zur jetzigen Zeit hab ich noch nicht viele Antworten auf meine Fragen...

Ich bin da....angekommen aber noch nicht!!!

Ich kann in diesem Land leben...die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen geniessen .Die Sprache klappt besser als ich gedacht habe.
Naja, - 40 ist schon ein Erlebnis..aber es gibt bekanntlich kein schlechtes Wetter ,nur unpassende Kleidung.
Landschaftlich ist Manitoba nun nicht unbedingt der Hammer ,aber trotzdem schoen. Das Land Canada...hab nur einen kleinen Teil gesehen ...und der hat mich ueberwaeltigt.....
Antworten auf meine Fragen habe ich bekommen...wirklich??? oder ist es nur die rosa Brille ,weil alles neu, anders ist....
Es ist sehr viel Anders...Die Menschen hier sind sehr relaxt , Eile kennt so gut wie keiner .Die Ruhe ist fuer mich immer unter Strom stehenden gestressten deutschen ....manchmal laestig...oder vielleicht ungewohnt?
Die Arbeitsweise sehr viel anders als in Deutschland...viele Sachen empfindet man als umstaendlich , man versteht sie einfach nicht...ich stelle fest,dass man in Deutschland viele Dinge ganz anders...meiner Meinung nach viel besser machen koennte...wirklich viel besser??? Nach meinem deutschen Hirn...JA....aber ich bin nicht mehr in Deutschland..ich wollte es doch ANDERS...Muss ich hier versuchen gute Vorschlaege zu machen??? Ich wollte es ANDERS....jetzt waere es ,so wie in Deutschland besser...!?Nein,das will ich eigentlich nicht...ich moechte nichts aendern...ist das nicht zu anstrengend??? NEIN, ich darf nichts aendern...ICH WOLLTE ES ANDERS..... 

!!!!!! KOMMENTARE !!!!!!!

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Freitag, 14. Januar 2011

...einfach das Leben...

..Der Alltag....alles neu. Naja geschaeftlich beruhigte sich die Sache von Woche zu Woche.Es war ja alles ganz neu...anders..genau wie ich es wollte ! Ich genoss das staufreie fahren...die Laenge der Touren. In Deutschland lagen die Entfernungen so bei 600 bis 800 km. Hier waren 1500 km ,oder auch mehr eher normal .
Man musste "merkwuerdige"Fragen beantworten,wenn man die Grenze passierte...in beiden Richtungen...einfach anders als in Europa...aber das war ja so geplant.
Die Routine im Job kam so langsam wieder zurueck...die nervositaet schwand immer mehr. Ich hatte auf einmal wieder richtig Spass am arbeiten....in Deutschland wa das sehr lange her,dass ich am Job noch richtig Freude hatte.
Natuerlich war ich auch in Deutschland bei einer sehr guten Firma beschaeftigt...aber die Arbeit hatte keine wirklichen Highlights mehr !
Voralem faszinierte mich die Art,wie gearbeitet wurde .... nicht der Disponent bestimmte ueber meine Freizeit...nein, ich selbst durfte das tun...natuerlich war ein wenig "unternehmerisches" Denken erforderlich .Man musste seine Freizeit so planen,dass man auch noch Geld verdiente....Die "Bezahlwoche" ging von Sonntag bis Samstag...also sollte man die freien Tage so legen,dass man auch noch Geld verdiente...und das schoene, ich konnte selbst bestimmen,wie lange ich daheim bleiben wollte (zw.36 h und 3 Tagen ). Fuer mich einfach eine Herausforderung.....


Unser "daheim" nahm auch langsam Formen an. Ein kleiner Tisch mit vier Stuehlen war der Anfang in unserem "neuen Leben" .Auch ein PC durfte nicht fehlen....das Bett war ein einfaches Metallgestell und eine neue Matratze...das Appartement war neu renoviert und es waren neue Kuechengeraete in der Wohnung.Wenn man aus dem Wohnzimmerfenster schaute....sah man das Wohnzimmer des Nachbarn....in der Kueche ,konnte man in die Kueche des Nachbarn schauen...aber wir hatten ein DAHEIM!!!
An den freien Tagen sass man nicht daheim , sondern erkundete die Einkaufmalls von Winnipeg...ich lernte,dass Kaffee nur bei Tim Hortons geniessbar war....das Brot eher Aehnlichkeit mit einem Schwamm hatte....und dass ich eigentlich im Paradies war : ES GAB STEAKS....eines meiner wichtigsten Nahrungsmittel.Leider ist der Lachs in Canada sehr teuer...aber man goennt sich ja sonst nichts!!!
Was mich am meisten faszinierte war die Freundlichkeit in diesem Land natuerlich auch bei meinen Fahrten nach USA..."Bitte" .... "Danke" ...".Entschuldigung" waren keine Fremdworte...man haelt sich Gegenseitig die Tuer auf . ...Die Leute hier sind sehr interessiert am Anderen : Nicht selten kam die Frage "Welche Sprache sprecht Ihr?"  kurzer smalltalk und jeder geht seinen Weg...Hat der Alltag uns wieder??? Ich denke NEIN!!! 
....Wir sind da....aber immer noch nicht angekommen!!!

Dienstag, 4. Januar 2011

Das "neue Leben" beginnt...

Ich war nun hier in Winnipeg...die neue Bleibe (nicht daheim) war ein Hotelzimmer...ich bin DA!!!....ANGEKOMMEN, noch lange nicht...!!!
Ich lernte auch schon zwei neue zukuenftige Kollegen kennen...man sass im selben Boot...neues Land...fremde Sprache...Menschen mit neuen Ansichten,Denkweise und Arbeitsweise...und sehr kalt (die Temperaturen - 39 )!
Der neue Fuehrerschein hatte neben der suche nach einem -daheim- ,erste Prioritaet!
Ein schlechtes Gefuehl...man lebt im Hotel, ist aber nicht im Urlaub...man kann nicht sagen ,dass man "heim" geht...man hat doch gar kein "Heim" . Ich fuehlte mich sehr schlecht deswegen...
Tagsueber verbrachte ich erstmal damit, die Buerokratie zu befriedigen...ist kein grosser Akt : Sozialversicherung, Krankenkasse und Bankkonto ... dann zwischendurch ein bischen "Sightseeing" in der neuen Stadt .
Abends sass ich dann mit den neuen Kollegen im Hotelzimmer und wir lernten fuer die theoretische Fuehrerscheinpruefung...gemeinsam ist vieles sehr viel einfacher!!!
Man half sich gegenseitig,wo man konnte...
und man hatte "Erfolg" die theoretische Pruefung, schaffte ich beim zweiten Versuch...der Erste, scheiterte mangels Woerterbuch,was ich in der Hektik einfach nicht dabei hatte...und das Eine ,oder Andere Wort fehlte einfach im Wortschatz!!!
Inzwischen ,nach 9 Tagen Hotel war auch eine Wohnung gefunden...ein kleines "one-bedroom" Appartement...nicht der Luxus ,aber bezahlbar und ich hatte wieder ein "Heim" oder auch "zu Hause" !
Auch in der Arbeitsstelle war ich inzwischen...die "Orientation" war eine ganz neue Erfahrung ...drei Tage "trockene Theorie" ...nein,es war interessant...alles neu ... sprachlich verstand ich damals ca. 80% ...fachlich vielleicht 50% oder weniger? ...es war alles ganz anders als in Europa...aber ich wollte ja etwas Anderes...!!!
Die Ausbildung ging ohne Stress voran....fuer mich und Andere war es einfach alles zu langsam....ich genoss diese Zeit, taeglich daheim ..."wegsein" werde ich noch oft genug!
Natuerlich darf auch das negative Erlebnis nicht fehlen : Als ich an einem Morgen meine Frau zu meinem Arbeitskollegen fahren wollte ...es hatte nachts sehr viel geschneit...die Strasse war eigentlich schneefrei (der Wind arbeitete als Schneeraeumer ) ...nur auf einer Bruecke befand sich eine ca. 40cm hohe Schneewehe...ich veringerte meine Geschwindigkeit auf ca. 40km/h....trotzdem zu schnell fuer den gemieteten Kleinwagen (Toyota Yaris) ...das Fahrzeug wurde durch den Schnee hochgehoben und schleuderte zur Seite...rutschte seitwaerts in die Boeschung...und blieb auf dem Dach liegen....meiner Frau und mir ....nichts passiert...auch den vollen Tim Horton's Kaffeebechern XL ,nichts . Naja, Auto war Vollkasko versichert...und die Knochen waren ganz !!!!
Nun lernte ich auch die Hilfsbereitschaft der neuen "Landsleute" kennen ,JEDES Auto hielt an...und fragte ob alles in Ordnung ist....es hatte immerhin ca. - 35 ...und waere man verletzt ,haette es sich ohne Hilfe spaetestens nach 30 min erledigt ...man waere erfroren!!!
Noch etwas negatives....es gibt auch unerliche Leute in Canada...(gibts wohl ueberall auf der Welt) ...ich brauchte ja ein Auto...egal, billig und moeglichst kein Reparaturbedarf..es wurde ein gruener Subaru Legacy Kombi ...ich wollte niemals einen Kombi,schon gar nicht in gruen...aber der Zweck ,heiligt die Mittel!!!
Das Auto kaufte ich einfach um ca. $ 2000,- zu teuer...aber das stellte sich erst im Fruehjahr heraus....durfte nachts nicht im Wohngebiet parken....er rostete zu laut...mit fahren hatte die Fortbewegung nicht viel zu tun...es war eher reiten...Stossdaempfer...vorhanden, aber ohne Funktion!!!
Aber die Moehre leistete gute Dienste und brachte mich ohne murren ueberall hin...selbst ein Umzug war dem Gefaehrt nicht zuviel.
Inzwischen war auch die Ausbildung in der Firma beendet...der Roadtest aufs erste Mal ohne Fehler bestanden....ich war vorher so nervoes...kurz vorm Herzkasper...aber waehrend der Pruefung total relaxt ruhig!!!
Nach drei Wochen mit einem guten Trainer konnte ich am 20.5.2007 mit meiner ersten Tour allein, beginnen...es war alles dabei...von Zusammenbruch meines Laptops (meine Navi) ...ueber Unfall an Ambassadorbridge ,(wurde von anderem Truck gerammt) ....Ueberziehung meiner erlaubten Arbeitszeit von 3 Stunden...alles was man nicht brauchen kann...aber das ist einfach "das Leben" .....

Welche Erwartungen hat man an das "Neue Land" ???

Gruen ,die Farbe der Hoffnung ....Durch meinen Beruf hatte ich schon fast alle Laender Europa's kennengelernt...hatte durch Unterhaltungen mit den dort lebenden Leuten auch ein bischen -Insiderwissen- erfahren koennen .
Auch hatte ich durch Urlaub viele aussereuropaeische Laender kennengelernt...dort war der Urlaub in den meisten Faellen super...aber leben und arbeiten,wollte ich dort niemals!
 An mein neues Land Canada ,hatte ich eigentlich gar keine Erwartungen...auch nicht an die Menschen , die dort leben !
Ich wollte ein zufriedeneres und schoeneres Leben fuehren...zum reichwerden ,war ich zu spaet dran...ich kann kein Land...keine Menschen aendern...aber mein Leben ist jederzeit veraenderbar...ich muss es nur tun!!!

Warum wander(e)t man (ich) aus???

...eine gute Frage!!! Es gibt sehr verschiedene Beweggruende,warum man sein Heimatland verlaesst....der Eine aus Abenteuerlust...der naechste moechte einfach mal etwas ganz anderes erleben,woanders leben/arbeiten....Mancher erfuellt sich einfach einen Traum...einige lassen sich auch mit falschen Vorstellungen,vom Arbeitsamt ,aus der Statistik  ...entsorgen!?....nichts von den trifft bei mir zu : Ich fuehlte mich in Deutschland schon lange nicht mehr wie -in der Heimat-...ich war sehr unzufrieden mit meinem Leben...ich sah keine Zukunft mehr in diesem Land ,und fuer meine Altersversorgung konnte ich nur mit Verzicht auf Urlaub und sonstige Vergnuegungen ,etwas tun . 
Nun kann man maulen,meckern und schimpfen....warten bis jemand!? etwas tut...selbst was tun?...ist nur fuer mich selbst moeglich ...Aber was kann man tun? Lotto spielen und auf den Jackpot warten? Ins Spielcasino? Ist zu unsicher und dauert auch zu lange...Also wenn es im Heimatland nicht mehr klappt,warum nicht ein anderes Land versuchen???
Sollte das Leben auch im anderen Land nicht besser sein, kann man ja wieder zurueck...NEIN!!! Man ist dann nicht gescheitert...man hat es einfach versucht....

Samstag, 25. Dezember 2010

...es geht los ....

Am 14.Februar 2007 ging es dann endlich los . Nach vielen Verabschiedungen von Freunden ....von manchen konnten wir uns leider nur telefonisch verabschieden ...die Zeit reichte einfach nicht mehr....

Als das Flugzeug in Frankfurt abhob ,war es ein sehr merkwuerdiges Gefuehl ....nein, ich will nicht mehr zurueck kommen, NEIN!!!!

Ich schaute aus dem Fenster ....ich glaube Mainz war das letzte was ich von Deutschland sah ,als wir ueber den Wolken verschwanden...hatte ich eine Traene in den Augen ??? ich glaube ...ja ....Freudentraene ...ich weiss es nicht ?

Ich war im Flugzeug sehr nervoes , konne nicht schlafen ...ich weiss gar nicht mehr , ob ich was gegessen hab ...die Gedanken kreisten im Kopf herum...was erwartet mich? Kann ich mich in einen fremden Land wohlfuehlen? Nein, es war ja kein Urlaub ...Es sollte richtiges Leben in einem anderen Land werden !!!

Es war ja tieftster Winter ,wir sollten in eine der kaeltesten Staedte der Erde kommen... werde ich die Kaelte vertragen ... - 25 hatte ich ja schon mal ...aber - 45 wie fuehlt sich das an???

Wie wird die neue Firma ? Wie werden wir leben? Werden wir ueberhaupt in diesem Land leben koennen???
Tausende Fragen gingen mir durch den Kopf ...
Die Sprache sah ich eigentlich nie als Problem ...ich war schon immer an fremden Sprachen interessiert ...smalltalk in Italienisch , spanisch war eigentlich nie ein Problem .Englisch hatte ich in der Schule gelernt ...10 Jahre Englandverkehr und viele Urlaube ,in denen ich mich mit englisch durchgekaempft hatte ...
Nach Zwischenlandung in Montreal und der Hauptstadt unserer "neuen Heimat " ,Ottawa kamen wir abends ca. 21 :00 bei  - 39 in Winnipeg an ...eine kurze Fahrt ins Hotel : unsere Bleibe fuer unbestimmte Zeit ....

..wir sind da ....angekommen , noch lange nicht!